Archiv für den Autor: Andreas Naurath

Porträts von Andreas

Nun auch mal hier der Link zu den Fotos von Andreas: http://500px.com/anaurath/sets/portraits

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Tanzen nach „5Rhythms“

Andreas Naurath 5 Rhythms
Da ich oft gefragt werde, was ich denn so tanze, möchte ich kurz 5 Rhythms bzw. 5 Rhythmen vorstellen.
Gabrielle Roth hat die Methode vor ca. 35 Jahren in den U.S.A. entwickelt. Ihre Philosophie hat sie in die 5 Rhythmen „gegossen“: Flowing, Staccato, Chaos, Lyrical und Stillness. Getanzt wer diese 5 Rhythmen in einer Session, die „Wave“ genannt wird. Wer mehr zur Philosophie etc. wissen möchte wird hier mehr finden.
In Berlin haben wir eine sehr aktive 5 Rhythmen-Szene – man kann praktisch jeden Tag zu einer Veranstaltung gehen.
Unter www.5rhythmen-in-berlin.de stellen sich die 5 Rhythmen-Lehrerinnen und Lehrer vor. Ich rate dazu, sich die verschiedenen Lehrerinnen und Lehrer persönlich anzusehen – so findet ihr am Besten heraus, wer gut zu Euch passt und bei wessen Musik ihr so richtig abgeht 🙂
Die Termine findet ihr hier: 5 Rhythmen-Kalender-Berlin
Ich habe schon an mehreren Wochenende-Workshops teilgenommen und für mich ist es eine wirklich ideale Bewegungsform. Sich völlig frei zur Musik zu bewegen ist einfach wunderbar. Und dies mit 5 bis 50 Gleichgesinnten zu tun ist ein besonderer Spaß. Jeder hat die Möglichkeit sich in der Form auszudrücken, die für sie oder ihn gerade richtig ist.
Aber viel besser ist es, wenn ihr es einfach selbst ausprobiert – da kann ich hier schreiben und schreiben: es selbst zu erleben ist am Einfachsten und Besten.
Also – vielleicht sehen wir uns demnächst bei 5 Rhythmen in Berlin 🙂

Minus 50kg – Tendenz fallend

Zwischenstand am 22. Juli 2014: Minus 66,7kg…
Zwischenstand am 12. Mai 2014: Minus 62kg…

Ende Januar 2013 kam ich frustriert vom Arzt: Mein Blutdruck war recht hoch – das kannte ich bisher nicht, obwohl ich schwer übergewichtig war. Ich hatte mir im Jahr davor jede Menge Dokus und Websites angesehen, in denen es um Steinzeiternährung ging. Mir war klar: ich MUSS was tun!

Also noch mal nachsehen, wie es geht.

Erstes Grundprinzip: Alles was Jäger und Sammler gegessen haben ist gut – alles was Ackerbau & Viehzucht hervorgebracht haben NICHT.

Aber was heißt das?

  • Kein Brot
  • Keine Getreideprodukte
  • Keine Milch
  • Keine Milchprodukte
  • Keine Hülsenfrüchte
  • Keine vorproduzierten Produkte
  • Keinen Zucker
  • Keinen Alkohol
  • Keine Nudeln
  • Keine Kartoffeln
  • Keinen Reis
  • Keine Erdnüsse (weil es eigentlich Erbsen und keine Nüsse sind…)
  • Keine Margarine
  • Keine Pflanzenfette (fast)
  • Keine Sojaprodukte
  • Keine Maisprodukte

An dieser Stelle kommt oft die Frage: Was kannst Du dann noch essen?
Sehr viel:

  • Fleisch, am besten von Grasfressern
  • Fisch, am besten aus der Nordsee
  • Olivenöl, Kokosöl
  • Gemüse
  • Obst in Maßen (auf den Zucker achten)
  • nicht raffinierten und gemischten Honig
  • Eier, Eier, Eier 🙂
  • Schokolade ab 80% Kakao-Anteil aufwärts, ebenfalls in Maßen

Wer es ganz genau wissen will, dem empfehle ich urgeschmack.de, Felix Olschewski beschäftigt sich seit mindesten fünf Jahren mit der Thematik und hat ein umfangreiches Video-Blog, das in der Regel keine Frage offen lässt – wenn doch kann man ihn auch anmailen…

Zweites Grundprinzip: Ich esse nur, wenn ich Hunger habe!

Klingt banal, oder? Auf den ersten Blick vielleicht, bei genauerer Betrachtung sieht es aber schon recht anders aus!
Wann habe ich Hunger? Nun, wenn der Körper mir signalisiert, dass er Nährstoffe haben will – im besten Falle habe ich genau darauf Appetit, was ich an Inhaltsstoffen brauche.
Und einer der Knackpunkte ist: wenn man die Paleo-Lebensmittel zu sich nimmt, wird man richtig satt. Und das oft über lange Phasen des Tages hinweg.
Im Umkehrschluss heißt das aber auch: Ich esse extrem unregelmäßig! Wenn ich noch vom letzten Abend satt bin, esse ich nichts zum Frühstück! Ich gebe zu, gesellig ist das nicht gerade, aber ich bin der festen Überzeugung, dass dieses Verhalten ein entscheidender Punkt zum Erfolg ist.
Ich hatte in dem Jahr einige Situationen, in denen ich doch zu festen Zeiten aß, da ich mich in Gruppen befand und nicht den ganzen Betrieb stören wolle – und schon blieb das Gewicht konstant!
Und das Prinzip bedeutet auch: Ich esse, wenn ich Hunger habe. Ich lasse es nie zu großem Hunger kommen, damit ich dann nicht völlig ausgehungert Mengen zu mir nehme, die eigentlich viel zu groß sind.

Und wie sieht das nun ganz praktisch aus?

Zum Frühstück esse ich oft sechs Eier mit etwas Speck vom Bauern (ja, ja, vom Schwein des Bauern:)) Alternativ auch mal Fisch oder Toos-Brot, was das ist könnt ihr hier nachlesen: http://blog.naurath.de/toos-brot/
Und es gilt: möglichst viel Abwechslung. Das ist nicht nur interessanter, sondern auch gut für eine ausgewogene Ernährung.
Bei mir kommt noch dazu, dass ich es sehr genieße, mir meine Speisen selbst zu braten oder zu backen. Ich hätte nicht gedacht, was das für eine große Bedeutung haben kann! Ich find’s toll!

Das Gewicht kontrollieren – oder nicht?

Kommt extrem drauf an, was für ein Typ Du bist. Für mich ist es eine Riesenfreude, wenn ich mich mit Leuten verabreden kann und dann sagen kann: „Ach ja, wir haben uns zuletzt vor 10kg gesehen“. Außerdem hilft es mir, mein Verhalten zu beobachten und zu sehen, wann der Köper abnimmt, und wann nicht. Hier solltest du aber vorsichtig sein und nicht voreilige Schlüsse ziehen – es kann so viele Gründe geben, warum die Gewichtsreduktion mal zum Stillstand kommt. Also Geduld mit sich haben und nichts mit der Brechstange erzwingen wollen.
Ich habe auch festgestellt, dass es öfter zum Stillstand des Gewichtes kommt, weil der Körper offenbar sagt: nun ist es mal gut – habe gerade heute gelernt, dass man das „Set-Point-Theorie“ nennt (http://de.wikipedia.org/wiki/Set-Point-Theorie) Wobei ich denke, es gibt nicht EINEN Set-Point, sondern mehrere.
Menschen, die sich den Wecker 10min vor- oder nachstellen, um morgens mehr Zeit zu haben, sollten das Gewicht erstmal nicht kontrollieren. Es gibt ja auch andere Indikatoren – z.B. der Bauchumfang – tägliche Messung halte ich für unnötig, aber alle 2 Wochen kann schon was zu merken sein.

Was passiert mit mir?

Die Effekte sind mannigfaltig. Das Körpergefühl wurde sehr schnell angenehmer. Auch wenn erst wenige Kilos purzelten, so war doch eine allgemeine Straffung und Festigkeit spürbar. Und dann die Power. Nicht ohne Grund schwören einige Ausdauersportler auf Paleo – ich kann gut verstehen warum.
Zu Beginn konnte ich nur schwimmen, weil ich für andere Sportarten einfach zu schwer war. Aber dennoch schaffte ich aus dem Stand und ohne Kondition 40 Bahnen à 25m und direkt danach 60 bzw. 80 Bahnen. Nach neun Monaten konnte ich dann mit dem Tanzen anfangen – oder besser ich musste! Diese Ernährung gibt mir so viel Energie, dass sie einfach abgearbeitet werden muss. Natürlich hilft das auch wieder beim Abnehmen. Das Tanzen halte ich für besonders gut, da es dabei viele Tempo- und Intensitätswechsel gibt – wie beim Jagen und Flüchten z.B.
Und der Geschmack ändert sich. Ich würze recht wenig bis gar nicht – mein Geschmack ist viel differenzierter geworden.
Außerdem stelle ich fest, das ich immer mehr auch vom Nuss-Brot wegkomme und immer mehr Kaffee weglasse. Das passiert ganz von allein.

Und was trinke ich?

Wasser, Wasser und Wasser. Ich trinke es aus der Leitung. Wasser ist ein Thema für sich – es völlig überteuert, in mit Phthalaten verseuchten, Plastikflaschen nach Hause zu schleppen, halte ich für kompletten Unsinn.
Ferner Kräutertees – am liebsten aus Omas Garten frisch gepflückt.
Kaffee und Direktsäfte erlaube ich mir auch ab und zu, mehr Kaffee als Säfte. Die enthalten zwar keinen Extrazucker, aber dennoch eben Zucker – also in Maßen, wenn es denn mal sein muss.
Keinen Alkohol – der fehlt mir ganz und gar nicht – ein Glück. Und ich habe das Gefühl, der Körper sorgt schon für sich selbst und schießt bei Bedarf die Endorphine und sonstige Hormone in die Blutbahn.

Genug Schlaf

Ich achte auf genug Schlaf – 7,5 bis 8 Stunden sollten es schon sein.

Und nun?

Ich werde weiter nach der Paleo-Diet leben – auch wenn ich mein Zielgewicht erreicht habe. in 346 Tagen habe ich 50kg abgenommen – wenn es bei dem Tempo bleibt, könnte ich im Mai am Ziel sein. Aber nicht vergessen: der Körper ist kein Automat – mal sehen wo die Reise hingeht.

Endorphine Injection

Hier mal meine Playlist, an der ich immer wieder herum schraube. Stilmäßig verbindet die Songs wenig, aber Sie bringen mir ganz persönlich jede Menge POWER 🙂

 

ALT-J & Katzenjammer

Grandiose Musik

Vor ein paar Tagen fragte ich in Facebook nach kontemporärer, tanzbarer Musik.

Das Ergebnis war wundervoll – ich habe mindestens zehn neue Interpreten entdeckt.

Zwei Bands hatten allerdings einen absoluten MASSIVE IMPACT. Völlig unterschiedlich im Stil – aber voll Power!

ALT-J und Katzenjammer

Das Zeichen für Veränderung ∆ – auf der englischen Mac-Tastatur ALT – J – hat sich die englische Band als Namen gegeben. Mir sehr sympathisch, da Veränderung für mich das Lebendigste ist was es gibt und gerade wieder sehr Willkommen in meinem Leben ist. Der Name unserer Cavaroo-Website bedeutet ja auch „Ich will mich verändern“

Die Version von Breezeblocks in einem Remix von Tom Vek hat es mir besonders angetan – reinhören und drauf abfahren 🙂 Tom Vek ist auch sehr interessant!

Katzenjammer

Diese Damen aus Norwegen haben mich mit Ihrer Power sofort weggeblasen. Alle vier wechseln ständig alle Instrumente – einfach fantastisch. Total ansteckend. Bei YouTube gibt es das ganze Konzert vollständig und in HD – ein großartiger Auftritt.

 

Fotos für’s Blog, Facebook oder Twitter etc.

Wenn Ihr Fotos auf Eurem Blog oder auch bei Facebook oder twitter veröffentlichen wollt, die Ihr nicht selbst erstellt habt, gibt es kostenlose bzw. kostengünstige Möglichkeiten das auch zu tun ohne die Urheberrechte bzw. Nutzungsrechte der Fotografin / des Fotografen zu verletzen.

Mir gefallen besonders drei Sites – es gibt garantiert noch jede Menge mehr:

500px

Im Oktober 2009 in Toronto gegründet, ist es dazu gedacht, anspruchsvolle Fotografen miteinander zu vernetzen.

Außerdem bietet 500px eben die Möglichkeit, Fotos unter der Creative Commons Lizenz anzubieten und eben auch herunterzuladen.

Afterglow

flickr

2004 gegründet und 2005 von Yahoo gekauft ist flickr eine sehr beliebte Plattform, um Fotos „nur“ gegen Namensnennung z.B. ansonsten kostenfrei für den eigenen Web-Auftritt nutzen zu dürfen. Auf jeden Fall gibt es hier sehr viele Fotos – auch welche von mir 🙂 http://www.flickr.com/photos/anaurath/

Stock.XCHNG

Unter http://www.sxc.hu findet man ebenfalls sehr viele Fotos. Aber aufpassen, zum Teil sind Bilder doch kostenpflichtig! Der Dienst lebt davon, dass er kostenfreie und kostenpflichtigen Content mischt. Habe schon einige schöne Bilder dort entdeckt…

Afterglow

Toos-Brot

Von unserer holländischen Freundin Toos, haben wir folgendes Nussbrot-Rezept, das auch als Paleobrot durchgehen sollte, wenn man Mandeln und Haselnüsse als Paleo einstuft (habe ich so und so gefunden…)

Toosbrot

Toos(t)brot

6 Eier
2oo g Haselnussmehl (gemahlene Haselnüsse)
2oo g Mandelmehl (gemahlene Mandelnüsse)
oder einen Teil durch Kastanienmehl ersetzen
etwas Salz

Extras
Nach Lust & Laune ca.
Menge von etwa 200- 300 gr, sodass die Kastenform gut gefüllt ist
Cranberries
Pflaumen
Datteln
Aprikosen
Feigen
Walnüsse/andere Nüsse
Kokosraspel

Etwas Vanille aus der Schote, Rosenwasser oder Gewürze wie Zimt geben dem Brot eine andere Richtung

Besonders lecker:
Getrocknete Pflaumen, Walnüsse, Pecannüsse

Getrocknete Aprikosen, Macadamia, Kokosraspel

Getrocknete Datteln, Cranberries

Datteln, Feigen, Rosenwasser

Für herzhafte Variante
Karottenraspel, Saaten (Sonnenblumen, Hanf, Leinsamen…)
Getrocknete Tomaten, Zwiebeln, Kräuter, Knoblauch, Oregano…

Besonders lecker:
Karotten, etwas Muskat, Pfeffer

Zubereitung
Am besten Eier trennen und Eiweiße mit dem Salz fest zu Schaum aufschlagen.
Dann Eigelbe und Nussmehl hinzufügen.
Alles gut vermengen – nicht zu wüst rühren
Extras hinzugeben

Eine Kastenform mit Backpapier auskleiden, sodass genügend Papier bleibt um die Ränder zuzufalten

Ca. 175°
35 Minuten abgedeckt
35 Minuten unabgedeckt (entfalten)

Gutes Gelingen! ☺

Und hier das ganze noch mal als PDF
Toosbrot-Rezept

Pilgramidge

Frühstück in South San Francisco.

Brautkleider, Brautjungfernkleider, Ballkleider, Brautmutterkleider
Narelle, Tirion, Yuroka und Andreas haben eine sehr familientaugliche Bleibe gefunden – 30 min von SF entfernt. Und es liegt auf dem Weg ins Silicon Valley wo es heute hingegen soll. Andreas hat sogar Folgers Coffee besorgt – Cineasten kennen natürlich die Verbindung zu Theodore Donald „Donny“ Kerabatsos aus Big Lebowski 🙂
Andreas hatte die wichtigen Punkte heraus gesucht und ich habe alles brav in meine Navi programmiert. Erst mal zu Apple. 1 Infinity Loop in Cupertino. Die Adresse, die zumindest früher die Default-Adresse eines neuen Mac war. Wirklich viel zu sehen gibt es eigentlich nicht, und da wir keine Apple-Leute kennen, kommen wir natürlich auch nicht auf den Campus. Wenigstens werde ich beim Kauf eines T-Shirts gefragt, ob ich ein Apple-Mitarbeiter sei – hihi.

https://www.lilybridal.co.nz
Ich habe bei den ersten drei U.S.A.-Besuchen nie den Weg nach Cupertino gefunden, da ich es immer für albern hielt, solche pseudoreligiösen Dinge zu tun. Ich glaube allerdings wirklich an Orte. Also gleich zum nächsten Markstein, der Garage, in der Apple mit Jobs, Woz und Ron Wayne ihre erste Adresse hatten. Ich habe das Haus schon so oft auf Bildern gesehen – und nun mal selbst davor. Wir verhalten uns möglichst leise, um die Bewohner nicht zu stören. Schon ulkig, in einem Haus zu wohnen, vor das sich immer wieder irgendwelche Spinner stellen, um sich fotografieren zu lassen 🙂

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Weiter zu PARC – hier haben sie die Maus und die grafische Benutzeroberfläche erfunden – und es sich von Steve Jobs klauen lassen 🙂

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Dann zum Friedhof, auf dem Steve Jobs liegt. Vor Ort fragen wir, wo sich das Grab befindet – die Familie möchte aber nicht, dass Fremde das Grab besuchen. Ich kann verstehen, dass kein Interesse besteht, das Grab zu einem Rummelplatz zu machen, auf der anderen Seite war ich schon an anderen Gräbern von berühmten Persönlichkeiten (Jim Morrison z.B.) und in der Regel achten Besucher die Ruhe der Toten.

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Auf dem riesigen Gelände ist es aussichtslos, das Grab zufällig zu finden und so verlassen wir diesen Ort wieder. Hier liegen übrigens auch noch Ron ‚Pigpen‘ McKernan (Grateful Dead) und Frederick Emmons Terman der Erfinder des Transistors sowie David Packard, das „P“ in HP. Und geht es zur der Garage, wo er und ein gewisser Bill Hewlett HP gegründet haben, was als Geburtsstunde des Silicon Valley gilt.
Vor dem Haus sind bereits drei Franzosen am fotografieren. Und hier ist auch tatsächlich ein Schild, das auf den Ort hinweist. Wir machen unsere Fotos, als ein Chinese völlig erschöpft vor das Haus joggte und uns fragte ob das hier die Adresse 367 Addison Av. sei. Wir bejahten und Andrea bot ihm an, ein Foto vor dem Schild zu machen 🙂 >>KLICK<< Und sofort schnappte er sich die Kamera, sah auf die Uhr, „I am late!“ und raste weiter – er hatte etwas von dem weißen Kaninchen…

 Erschwinglichen Trending Fotografie Kulissen Hintergründe Backdrops"
Weiter zum Computer History Museum . Es ist 16:45 – und das Museum macht um 17 Uhr dicht – NA TOLL. Aber wie schon so oft auf dieser Reise, haben wir wieder mal Glück: Es gibt ein Konzert und daher ist das Museum heute bis 19:30 Uhr geöffnet. Super. Wir haben das ganze Museum für uns allein. Nur die Videobildschirme sind aus – weil die wahrscheinlich um 17 Uhr automatisch ausgehen. Ich sage zu Andrea: „Es ist super hier, nur schade, dass die Bildschirme aus sind“ – WOSCH – Sekunden danach gehen die Bildschirme an. Ich sage zu Andrea „Schade, dass wir keine 10 Millionen auf dem Konto haben“ – WOSCH, emm, nein, das hat bisher noch nicht funktioniert.
Das Museum ist wirklich klasse, bis auf die Tatsache, dass ich jede Menge von dem Zeug im Keller habe, was mich daran erinnert, wie alt ich bin. Ja, ich habe Pong noch für 50 Pfennig im Automaten in der Billiardhalle gespielt.

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Nun kann man es hier auf einem Digitaldisplay nachspielen.
Beeindruckt hat mich auch der Militärcomputer aus den 50er Jahren, der als riesiger Gebäudekomplex konzipiert war. Ein komisches Gefühl, mit einem vielfachen an Rechenleistung und -Kapazität in der Hosentasche und im Rucksack herumzulaufen.
Das Museum ist gespickt mit tollen Visualisierungen und interaktiven Spielen. Einfach schön gemacht. Diese Art der Wissensvermittlung begeistert. Ich muss an ein Museum in Berlin denken, in dem ein geschnitzter Kopf aus Holz in einer Vitrine stand – und als Beschreibung des Ausstellungsstückes stand dabei: „Kopf – Holz“ – ACH SO!!! Was für ein Kontrast – hier ist man umgeben von guten Ideen und Inspiration. Wir nutzen die Extratime fast bis zum Schluß aus – und sind am Ende wohlig erschöpft. Ein toller Tag geht zu Ende – wir wollten eigentlich noch zu einer Comedy-Veranstaltung, aber wir sind zu müde – na, dann eben morgen…

Don’t call it ‚Frisco‘

Auf der Fahrt nach SF machen wir noch einen Zwischenstopp in Santa Cruz, schoben uns unter Rollercoastern hindurch zum Strand.

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Eine nette Stadt beim Durchfahren, hier könnte man es sicher auch länger aushalten.
Santa Cruz schafft den Spagat zwischen Strand, Kirmes und ansprechendem mediterranem Flair.

Weiter nach SF. Van Ness Ecke Chestnut. Das Motel ist in viel besserer Verfassung als beim letzten Mal, was uns besonders freut, weil wir für eine Woche durchgebucht haben. Die Lage ist einfach super – viele schöne Orte sind zu Fuß zu erreichen, obschon auch hier oft der Bergsteiger gefragt ist. Die ein oder andere Blase befindet sich schon am Laufwerkzeug.

Zu den Wi-Fis werde ich noch mal einen extra Artikel schreiben – eine weitere Ausgabe der Serie „Herr, wirf Hirn vom Himmel“ B-knackt!

Abendessen im geliebten Wasabi und Ginger. Sushi satt mit Augenverdrehen und Seufzen der Blisskategorie – ein absolut wunderbares Sushi. Das musste natürlich umgehend wieder abgearbeitet werden. Also schnell runter zum Hafen. Was wir da zu sehen bekamen war allerdings nicht so toll: in Richmond ist eine große Erdöl-Raffinerie in Brand geraten und der giftige Schweif zog meilenweit über die östliche Bay Area.

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Wir schnupperten noch schnell in Fisherman’s Wharf herum und fanden dort einen Eisladen, in dem vor den Augen der Kunden, das Eis auf einem geeisten Steintablett zubereitet wird. War auf jeden Fall sehr lecker – das Abarbeiten des Sushi war damit allerdings obsolet geworden…

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Wir wurden noch bis zum Hotel begleitet – insgesamt ein entspannter Transfer-Tag.
Morgen geht es dann weiter mit der Cable Car…

I’m on my way to Monterey – Part II

Auf dem Highway war nicht die Hölle los und so hatten wir eine angenehme Fahrt in Richtung Monterey bzw. Salinas.

Der Dude und Walter Sobchak hätten ihre helle Freude gehabt, denn ich musste mal äußert dringend einen „Restroom“ aufsuchen und so landeten wir im In-N-Out-Burger in Oakland. Andrea wurde beim Bestellen angesprochen, ob sie ein Tagesangebot oder so extra haben wolle – der Serviceman mumbelte aber so herum, dass sie ihn bat, es zu wiederholen. „mmwantinmmbbuummnnnextra with your order?“ Emm, 100% so wie beim ersten Mal. Noch ein Versuch – FAIL wieder 100% genau so. Der Mann sollte Profi-Sprecher werden – jedenfalls kann er seine Sätze exakt wiederholen 🙂

In Salinas haben wir ein ganz gutes Motel erwischt, mit sehr schnellem Wi-Fi – allerdings sind Facebook und Twitter gesperrt, was aber mit den iPad-Apps umgehbar ist – SCHWACHSINN 🙂

Die Umgebung des Motels ist sehr mexikanisch geprägt, alle Schilder auf spanisch und in einem Laden versteht der Verkäufer aber auch gar kein Wort englisch. Nach dem Besuch der Monterey Coast Brewery kehrten wir noch beim Mexikaner Tapatio auf ein Bier ein. Wir hatten den ganzen Laden für uns allen. Zum Bier gab es auf’s Haus einen Salsa-Dip mit Natchos – und: EINE EXTREM LAUTE MUSIKBOX 🙂 Die wurde dann aber extra für uns leiser gemacht, obwohl wir gar nichts gesagt hatten.
Am nächsten Morgen dann ein absolut fantastisches Frühstück im First Awakenings mit einem extrem perfekten Service: der Typ war unglaublich aufmerksam und er hatte offenbar großen Spaß bei der Arbeit. Ein toller Start in den Tag.
Ab ins Monterey Bay Aquarium – wieder mal. Einige neue Dinge gab es zu entdecken, die Schwarmfische von Andrea (wo sie so schön die Richtung der Fischlies ändern konnte), gab es in der Form leider nicht mehr, dafür aber jede Menge Schwarmfisch-Becken.

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Der Strandausschnitt faszinierte mich wie immer, bestückt mit Vögeln, die verletzt aufgefunden wurden und nun hier wieder zu Kräften kommen sollen.

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Quallen und Seepferdchen waren eine Augenweide – und die Seeotter haben sich wieder vor mir versteckt 🙂

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Und am Abend dann ein tolles Jazzkonzert von Evenings by The Bay Sehr stimmungsvoll – muss in Berlin auch öfter mal ein Jazzkonzert besuchen.

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Eine Bleibe in SF zu finden stellte sich als sehr schwierig heraus. Uns war nicht so klar, dass es jetzt absolute Hauptsaison hier ist und alles knackvoll. Um flexibel zu bleiben wollen wir nicht im Voraus buchen – diesmal keine gute Idee. So sind wir wieder in Marina gelandet und Andreas & Co. in South San Francisco.