Der Michelangelo Prozess oder It’s never too late!

52 Lenze und diverse andere Jahreszeiten liegen nun hinter mir. Gute 17 Monate davon habe ich mit der Paleo-Diet verlebt. Und in diesem Zusammenhang ergaben und ergeben sich dramatische Veränderungen in meinem Körper. Mein Vorher-Nachher-Bild habe ich ja neulich gepostet.

Ich nenne es den “Michelangelo-Prozess”: Der Schlanke war schon immer in mir, ich habe mich nur vom unnötigen Fett befreit. Frei nach Michelangelo Buonarroti dem dieses Zitat zugeschrieben wird „Die Skulpturen waren schon immer im Stein, ich habe sie nur vom unnötigen Stein befreit.“

Für mich ist das doch erst mal die gute Botschaft, es ist schon alles da, wo man hin will – zu sich selbst! Und das ist bereits alles an der Frau bzw. am Mann!

Ich hörte und höre oft: “Das ist eben so in dem Alter” – “Man kann den Altersprozess nicht aufhalten” Sicher, ich werde – egal was ich unternehme – keine 23 mehr werden (auch wenn ich manchmal das Gefühl habe, noch jünger zu sein, was meine Albernheit angeht :)) Aber darum geht es ja eigentlich auch gar nicht. Es geht darum sich gut zu fühlen – und das wird zugegebenermaßen oft mit dem Attribut “jung” konnotiert.

Die vermeintlichen Alterserscheinungen sind I.M.H.O. keine Folgen des Alters sondern der jeweiligen Lebensweise. Wenn ich mir Jahrzehnte lang eine Haselnusscreme, die an dieser Stelle nicht genannt werden will, im Übermaß reinziehe, muss ich mich nicht wundern, wenn der Bauch wächst. Auch das ein oder andere leckere Hefchen (Hefeweizenbier) dürfte bei regelmäßiger Applikation sichtbare Folgen hinterlassen – ich habe es extra für Euch getestet, es ist so :)

Die sogenannten Alterserscheinungen sind also präziser die Folgen einer ungesunden Ernährung und/oder Lebensweise. So weit – so schlecht.

Die gute Nachricht: Frau oder Mann kann jederzeit umkehren!

Ich war ein sehr starker Raucher, habe damit 1992 aufgehört und habe nun eine solche Powerlunge, dass mal eine Messung wiederholt werden musste, weil die Assistentin dachte, das Gerät spielt verrückt :)

Ich werden hier an anderer Stelle noch von weiteren Wiederherstellungen berichten – heute nehme ich mal den Blutdruck. Der war so bei 140/95 bei 95er Puls, was für Adipositas III eigentlich noch relativ gut ist. Nun bin ich bei 115/72 bei einem 70er Puls – sicher, das liegt nicht nur am Essen sondern auch an der vielen Bewegung, die ich meinem Körper in Form von Tanzen gönne. Ich will nicht weiter mit Werten herumwerfen, aber meine Mutter, die nicht mal so 100%ig konsequent Paleo macht, ist auf bestem Wege ähnliche Werte ohne Medikamente zu erreichen.

Worauf will ich hinaus?

Wie sagte schon Churchill: “Sie dürfen niemals, niemals, niemals aufgeben!” (Never give in — never, never, never, never, in nothing great or small, large or petty, never give in except to convictions of honour and good sense.) Und so dürfen wir auch uns und unseren größten Schatz und unser größtes Geschenk nicht aufgeben – unseren Körper. Und in der Regel ist er nicht zickig und nachtragend – wenn, wenn! man auf ihn hört. Er setzt in der Regel sehr deutliche Zeichen. Wenn man allerdings diese Zeichen ignoriert, wird er lauter – bzw. die jeweiligen Beschwerden werden schlimmer.

Und eins noch, diese Veränderungsprozesse brauchen Ihre Zeit. Das erfordert viel Geduld, und ich weiß genau wovon ich rede. In der Anfangszeit meines Michelangelo Prozesses purzelten die Pfunde extrem schnell, jetzt ist es eher ein langsamer Konsolidierungsprozess.

Also allen, die schon angefangen haben, sich zu verändern, drücke ich an dieser Stelle die Daumen, dass sie erreichen, was sich sich gewünscht haben – mit welcher Methode auch immer – bei mir ist es Paleo & Tanzen, ihr müsst für Euch herausfinden, was für Euch das Beste ist.

Wie? Befragt Euren Körper. Worauf habt ihr Appetit? Entwickelt eine Sensibilität, für das was der Körper wirklich will  –  er will bestimmt nicht 5 Tafeln Schokolade… Mir wird mittlerweile Schlecht, wenn ich daran denke, ein Glas Whiskey zu trinken – auf eine Art auch schade, aber im Ergebnis geht es mir ohne eben dermaßen besser, dass ich getrost auf den vermeintlichen Genuss verzichten kann.

Und genau das ist der Job – sich von der Kurzfristigen Zucker-Belohung zu dekonditionieren – und die – nicht immer so unmittelbaren – Veränderungen zu genießen – habt Geduld!

One response to “Der Michelangelo Prozess oder It’s never too late!

  1. Michael Engel

    Lieber Andreas,

    ich bin tief beeindruckt, baff als ich die vorher-nachher Bilder gesehen habe und freue mich sooo für Dich!

    Wollte Dich die Tage einfach mal anrufen, aber Telefon haste wohl keins…? ;-)

    Umarm Dich
    Michael

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