Über den großen Teich – oder fliegen sie doch mal kurz nach Kanada für 30 Minuten

San Francisco 2012

Wir sind recht früh aus dem Bett gefallen – ich für meinen Teil war wieder mal recht „hibbelig“ und wachte mehrfach in der Nacht auf.
Nicht mal etwas essen konnte ich, was sonst morgens recht gut geht.
So sind wir recht zeitig los – und konnten dadurch direkt zum CheckIn ohne jede Wartezeit.
Das Flugzeug sollte etwas später kommen, und wir wurden erst gegen 10:00 Uhr ins Flugzeug gelassen, obwohl wir eigentlich schon um 09:35 in der Luft seien sollten.
Nachdem alle im Flieger saßen, wurden wir ein weiteres Mal vertröstet: der Jetstream sei heute besonders stark und wir hätten extremen Gegenwind – daher müsse eine neue Flugroute gefunden werden. Das dauerte auch wieder eine ganze Weile. Als es dann hieß, es ginge los, wurde uns eine gute und eine schlechte Nachricht angekündigt: die schlechte: wir müssen zwischenlanden – die Güte, das ist in Kanada. Na, das ist doch auch was. Wir waren noch nie in Kanada. Allerdings werden wir da nur aufgetankt und dann geht es weiter.

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Wir landeten in Gander – ein ganz kleiner Flughafen auf NO-Neufundland. 30 Minuten dauerte das Auftanken – etwas spookey war die Ansage, dass wir beim Auftanken auch ja wirklich nicht rauchen sollten – also in dem Tenor: „Jetzt aber bitte wirklich nicht rauchen“ – wobei das paffen auf dem Lokus um die 2.000$ kostet 🙂
Zeitlich waren wir nun etwas verwirrt – die iPhones und das iPad schalten die Zeitzone zwar um, aber die Abflugzeiten werden ja immer vom Zielort angegeben.
Ob wir unseren Anschluss nach SF noch schaffen, war also nicht sicher. Und das obwohl wir eigentlich über drei Stunden Zeit zum Umsteigen hatten.
Endlich angekommen, so gegen 15:20 Ortszeit waren wir optimistisch es noch zu schaffen. Und 17 Uhr sollte es weitergehen. Und tatsächlich ging es recht flott an der Passkontrolle. Auf den Screen in der Abfertigungshalle flimmerten sympatisch gemachte „Welcome“-Videos, als Kontrast daneben aktuelle Nachrichten mit dem Desaster in Denver…
Auch beim Zoll wurden wir zügig abgefertigt – es lief einfach super. Und dann sprinteten wir zur Gepäckaufgabe. Dort angekommen, meinte der nette Koffer-Manager das wir uns beeilen sollen. Wir legten eine Zahn zu (wie mein Vater es formuliert hätte) und hetzten weiter durch das Gebäude in Newark. Fast angekommen… Nun mussten wir natürlich noch mal durch die Sicherheitskontrolle – auch das ging schnell.
Und nun stellt Euch vor, wie der massige Andreas im Sprint mit großer Mühe und rutschender Hose seinen Gürtel wieder einfädelt. Mein Quantum für „Blamiere Dich täglich“ war erfüllt 🙂
Nun schnell zu Gate 79, nach München? Der Flug war nach Gate 83 verlegt worden – und wieder renn-renn-renn. An Gate 83 angekommen wurde gerade Boarding Gruppe sechs aufgerufen – unsere Gruppe. Das nenne ich Timing!
Wir waren sehr froh es geschafft zu haben. Da die Wetterbedingungen aber auch hier alle Flugpläne umgeworfen hatten mussten wir 1,5h auf dem Rollfeld warten – das war sehr sehr nervig 🙁
Der Flug war dann auch recht anstrengend, zumal die Sitze auf dem Inlandsflug auch wesentlich enger gebaut waren. Die Ankündigung der Landung war dann auch eine echte Erlösung für mich.
Hier in SF haben sie in den letzten Jahren mächtig am Flughafen gebaut – haben es kaum wiedererkannt. Sieht alles super aus und ist fast unüberschaubar groß. Da stieß mir gleich unser Berliner Nicht-Flughafen übel auf.
Auto geholt und ab ins Motel, auf der Fahrt einen tollen Mond gesehen – so groß erscheint er bei uns nie – na ja es ist hier ja auch viel südlicher…
Superschnelles WLAN im Motel – prima, wenn’s sonst nicht funktioniert – so wie in dem Café in dem ich gerade sitze – können wir wenigstens später unsere Berichte übertragen.

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