Kategorie-Archiv: Allgemein

Twitter vs. Hauptstadtjournalisten

Liebe Hauptstadtjournalisten, um Tweets von bestimmten Menschen lesen zu können MUSS MAN SICH EBEN NICHT BEI TWITTER ANMELDEN!!! Einfach nur die URL eingeben.
Genau das ist einer der gravierenden Unterschiede zu facebook.
Noch mal: Lesen geht ohne bei Twitter angemeldet zu sein!
Und man muss auch nicht 24h den Account beobachten – schon mal was von RSS-Feeds gehört?
Einfach die Adresse des Twitteraccounts in einen RSS-Feedreader, das kann z.B. auch Euer Mail-Client-Programm sein (!!!), eingeben – und schon verpasst ihr nichts mehr. Das nur weil da einige gefragt haben, ob sie denn noch Emails bekommen.
Ich gebe gerne kostenpflichtige Workshops, in denen ich diesen „medienkompetenten Fachleuten“ die Anwendung von Internettools erkläre.
Ach ja – und meldet konsequenter Weise Eure eigenen Twitter Accounts und die Eurer Zeitungen und Zeitschriften sofort ab!
Hier noch mal das Video:

Das Unbehagen der Hauptstadtjournalisten mit dem twitternden Regierungssprecher – Das Video from Carta on Vimeo.

RSA Animate – Changing Education Paradigms

Ein paar sehr interessante Gedanken zu einem Paradigmenwechsel im Bildungswesen.

Und zu ADHS…

Wunderschön visualisiert!

Jugger Meisterschaft 2010

Hier nun mein kurzes Jugger Filmchen:
Meine Fotos unter http://is.gd/f8Tb6

c-base

Heute besuchte mich Marten – und erinnerte mich an die wunderbare c-base.
Hier der Film zur c-base.

flickr Gallerie erstellt

Ich habe heute eine neue Blog-Seite mit meiner flickr Gallerie eingestellt.
Das sieht dann so aus: Foto Seite

Here comes the rain again…

Kommt ein Vogel geflogen – oder auch zwei oder drei…

Zum Frühstück entzückte uns ein Vogelnest direkt vor unserem Fenster, wo eine Vogelmutter eifrig dabei war, die Kleinen zu füttern.

Überhaupt ist die Vogelwelt hier verzückend – alles etwas schwer zu fotografieren, aber gut zu beobachten. Ein sehr schwarzer Vogel macht ein unwahrscheinlich merkwürdiges Geräusch – es klingt wie ein Seufzer mit dem Ton eines Wassertropfens gemischt – ulkig. Ich habe Ewigkeiten damit verbracht, den Vogel im Netz zu finden, bin aber fündig geworden: Rusty Blackbird heißt der Vogel. Auf flickr gibt’s ein Bild von ihm. Ebenfalls beim Frühstück sahen wir ein Mountain Quail Paar – die mit dem lustigen Puschel am Kopf 🙂 Da tut sich ja eine völlig neue und offenbar sehr reichhaltige Welt auf – Birdwatching…

Ich hoffe, mir gelingen noch einige Fotos von dem einen oder anderen Vogel…

Shopping

Heute wurde aus dem Fotografieren allerdings nicht so viel, da es wirklich ausgiebig regnete. Ich beschloss ein paar DVDs zum Sichern der Fotos zu besorgen – wie sich heraustellen sollte, hier ein erstaunlich schwieriges Unterfangen. Außerdem machte ich mich auf die Suche nach einem USB-Ladegerät für den Autozigarettenanzünder, da ich tatsächlich das Ladekabel in Berlin vergessen habe – grummel.

Den einzigen Laden in Mendocino, der sowas haben könnte habe ich nicht gefunden – ich kannte allerdings auch die Adresse und den Namen nicht – werde ich morgen mal angucken gehen: Mac Mender heißt der Laden, wie ich nun weiß.

Ich hatte mir mit Google ein paar Adressen in Fort Bragg herausgesucht. Fort Bragg liegt etwa zehn Meilen nördlich von Mendocino und ist die nächste „richtige“ Stadt von hier aus.

Computer Solutions sollte es sein, es liegt in einer Ladenzeile neben einer Yoga-Schule und einem Restaurant. Diese Ladenzeilen wirken für mich immer etwas unecht, sieht alles nach schlechter Kulisse aus. Und leider stand auf der etwas eigenen Website (gehen bei euch die Bilder?) auch nicht, dass montags geschlossen ist.

Ich hatte ein Safeway in der Nähe gesehen und versuchte dort mein Glück. Von DVDs war weit und breit nichts zu sehen, dafür lockte mich FINN, mir eine Packung Goldfish Baked Snack Crackers zu kaufen – werde ich später mit Andrea ausgiebig testen. Und damit die Eltern ruhigen Gewissens bleiben können, gibt es extra eine Site Fishfulthinking.com mit facebook-Anbindung – hier wird aber auch nichts ausgelassen 🙂

Ich frage extra noch mal nach und wurde auf einen anderen Laden in der Nähe verwiesen. Ich muss überhaupt sagen, hier sind alle an einer schnellen Lösung für den Kunden interessiert – auch wenn es den Kunden zum Mitbewerber führt. Ich habe schon mehrfach gute Tipps bekommen – hier heißt es nicht „Das können wir ihnen bestellen…“ oder einfach nur „ham wa nich“. Gefällt mir gut – und wenn ich hier wohnen täte, würde ich sicher immer wieder gern zu dem Geschäft mit den freundlichen Mitarbeitern zurückkehren!

In nächsten Laden wurde ich dann erstmal Zeuge einer Invasion – bestimmt 15 Leute fielen mit Handscannern über die Regale her. Aha, hier wurde Inventur gemacht – von einem extra Dienstleister der NUR Inventuren macht – wieder was gelernt…

Ich drängelte mich zwischen zwei emsigen Inventören (oder wie auch immer die heißen mögen – eigentlich schon fast was für Falsche Pluräle…) hindurch und musste mich fast auf den Boden legen, um an die DVD-Rohlinge zu kommen – aha, das ist hier also „Bückware„.

Und weil ich ein paar Kopfschmerztabletten einkaufte, bekam ich gleich die aktuelle Form der Rabattmarken in meine Tüte gelegt. Na mal gucken, eine Weile sind wir ja noch hier. 🙂

Ein Ladegerät für einen iPod hätte ich bekommen können – für USB erst mal nichts gefunden…

Ansonsten war es heute ruhig und entspannend – ein typischer Regentag also.

The Fog – Nebel des Grauens

Oder besser Nebel des Graus.

Das Wetter lud nicht eben zum Fotografieren ein, und so konnte ich mich um Dinge wie dieses Blog oder um unsere Wäsche kümmern.

Nachdem es dann doch etwas sonniger wurde, zog es mich dann doch raus und ich landete erstmal im Discount Binoculars. Dort wurde ich zur Begrüßung für meine coole Brille gelobt – die schaffen es sehr gut hier, einen zu „bauchpinseln“. Als mich dann noch der Fachmann für mein Manfrotto-Stativ lobte, war ich so gut drauf, dass ich gleich LensCleaningPaper und eine zweite CF-Carte kaufte. Und der Besitzer meinte noch, falls ich mein Manfrotto zerstören sollte, hätte er auf jeden Fall auch welche 🙂

Mendocino Headlands State Park

Größere Kartenansicht

Ich lief stundenlang die Küste ab – einige Ergebnisse meines Ausfluges hier:

Coast

Coast

Coast 2

Coast 2

Green Spot

Green Spot

Little Bay

Little Bay

Coast 3

Coast 3

Coast 4

Coast 4

Coast 5

Coast 5

Wood

Wood

Coast 6

Coast 6

Plants

Plants

Das ganze erinnert mich stark an Darkshore aus WoW. Ich denke, die BLIZZARD Entwickler haben sich auch von der Kalifornischen Küste inspirieren lassen. Auf jeden Fall wunderschön.

Etwas exhausted strandete ich wieder bei Frankie’s , diesmal musste eine Smugglers dran glauben. Andrea wurde später nicht müde zu bemerken, dass da ja wirklich viel Knoblauch drin gewesen sein muss – wobei Andrea da eigentlich nicht so empfindlich ist 🙂

Sie fragen einen ja immer beim Bestellen nach dem Namen, damit sie einen rufen können, wenn das Essen fertig ist – und der offenbar frisch angestellte Kellner machte aus Andreas Elias…

Bei Frankie’s war heute außerdem noch Open Mic Night. Die zum Laden gehörende erste Sängerin gab sich recht viel Mühe, ich war aber doch froh, als sich so gegen 6:00 PM weitere Interpreten in die ausliegende Liste eintrugen und dann auch recht schön sangen.

Frankie hatte ich vorher schon beim Einkauf im Bioladen getroffen – und sein Sohn teilte mir dann auch gleich mit, dass er mich vorhin bei Corners of the mouth gesehen hat – na ja, ich falle wohl schon mit meiner Statur hier einigermaßen auf 🙂

Ansonsten kann man hier die Wettervorhersage getrost in der Pfeife rauchen – das Wetter wird gut – oder auch nicht. Ich habe das Gefühl, die kommen nicht mal mit dem protokollieren des aktuellen Wetters hinterher. Nun, ich werde es ja im Zweifel merken.

Ruhiger Tag in Mendocino

Heute haben wir es etwas ruhiger angehen lassen. Das Wetter war nicht schlecht, aber auch kein wirkliches Foto-Wetter.
Das Frühstück war wieder sehr gut, wobei ich froh bin, dass wir das gleich mitgeordert hatten, weil’s dann nicht so kostenintensiv ist…
Danach zwei kleine Skype-Runden mit Rita & Siegfried, Micha & Daniel. Sooo weit sind wir dank Internet doch nicht weg. Überhaupt ist das durch die Anbindung wirklich anders als 1993 oder 1998. Wobei man ja immer noch die freie Entscheidung hat, den Kontakt in die Heimat aufzunehmen oder eben nicht.
Andrea hatte gestern IHRE Schuhe entdeckt – Zehenschuhe
toey shoes

toey shoes

Sie waren sogar günstiger als angenommen – das kommt hier eher selten vor 🙂
Dann erkundeten wir so richtig klassisch die Umgebung und mussten feststellen, dass auch hier das Trinken, den Hunden (und Katzen) gehört 🙂 (Ihr erinnert euch vielleicht an die Story aus Berlin…)
Dog + Cat

Dog + Cat

Wobei ich zugeben muss, dass der Hinweis, es handele sich hier eben nicht um einen Aschenbecher schon sinnvoller ist, als das Schild aus Berlin…

Der Harvest Market ist der klassische Store hier, was das Essen angeht, gibt’s hier nichts was es nicht gibt – die entsprechende Brieftasche vorausgesetzt.
Wir konnten hier auch der Forderung von Olaf nachkommen, mehr WURST in unser Blog zu praktizieren:
WURST

WURST

Ich habe mir allerdings lieber eine große Tüte Studentenfutter mitgenommen, die mich gerade beim Schreiben mit Nervennahrung unterstützt.
Ein Bioladen aus den Siebzigern kommt äußerlich wie eine Kirche daher: Corners of the mouth.
Corner of the mouth I

Corners of the mouth I

Corners of the mouth II

Corners of the mouth II

Drinnen gibt es dann sehr, sehr viel „lose“ – also wenig Verpackungsmüll. Etwas verwundert waren wir, dass es deutscher Tüten-Pudding hier ins Bioregal geschafft hat. Aber ist ja durchaus möglich, dass er den Anforderungen entspricht…
Einen Doggy-Bag der besonderen Art entdeckten wir im Mendocino Market bzw. davor.
Doggy Bag

Doggy Bag

Mendocino Market

Mendocino Market

Etwas Hunger hatten wir auch mitgebracht und Andrea bestellte zwei Calamari-Steak-Sandwiches. Ein offenbar so großer Tintenfisch, dass man Scheiben daraus schneiden kann. Auf jeden Fall unglaublich lecker!
Calamari-Steak-Sandwich

Calamari-Steak-Sandwich

Sorry, Olaf, schon wieder Meeresfrüchte 🙂

Einen Vanilla-Latte gab es in Moodys Organic Coffee Bar, wie schon berichtet. Der Laden hat einen tolle Atmosphäre – und free WiFi, was auch kräftigst genutzt wird. Es hatte den Anschein, einige Gäste würden hier ihre Hausaufgaben erledigen.
Andrea besuchte Hal & Sidra Stone – ein recht abenteuerlicher Weg führt zu ihnen, aber Thera ist wunderschön gelegen. Fast am Ende der Welt:
End of road

End of road

Ich ließ mir in der Zwischenzeit eine Virgin Creek Pizza in Frankie’s pizza and ice cream schmecken: Housemade basil pesto, mozzarella, spinach, caramelized onions, cremini mushrooms, black olives.
Aber keine Sorge, wir sind hier nicht nur am Essen – wir laufen auch viel herum, und arbeiten das wieder ab. Also eher die Tendenz zur rutschenden Hose als umgekehrt.
Am Abend lösten wir unsere Token in der Grey Whale Bar ein – die am Samstag sehr gut besucht war. Andrea fiel sofort der elegante Gang der Waitress auf, die außerdem sehr gut aussah und wir fragten uns was sie wohl neben dem Kellnern sonst noch tun würde. Schließlich fragten wir sie und sie zeigte sich dankbar, dass wir sie erst am Ende unseres Besuches darauf ansprachen, da sie bei den letzten Fragen dieser Art, die Gäste prompt mit deren Getränken übergoss, also aus Versehen natürlich 🙂 Nun ja, sie war Balletttänzerin und ist außer dem Kellner-Job Tanzlehrerin in Fort Bragg.
Dann musste es noch unbedingt eine Runde Plants vs. Zombies sein 🙂

Vanilla Latte

Ein leckerer Vanilla Latte im Moodys Organic Coffee Bar

Der Weg nach Mendocino

Heute mal ein Mix von Andrea und mir – meine Kommentare in Kursiv

Bye bye, baby, good bye…

Heute wird gepackt, denn es geht nach Mendocino – wer will kann ja noch mal den Song dazu hören.

Unser erster San Francisco Abschnitt ist nun schon wieder Geschichte. Heute wurden die Koffer gepackt und nach dem Auschecken ging es erst mal wieder zu John ins Golo.

Frühstück wieder im Golo. Ich muß mich korrigieren, Jack heißt John. Kann ja mal passieren. Er begrüßt uns mit „Welcome home, folks“. Wir verleibten uns jeweils ein schmackhaftes CheeseOmlett mit Mushrooms ein, dazu Süß- und normale Kartoffeln. Und dann philosophierten wir ausgiebig mit John. Und wieder haben wir eine satte Stunde Zeit zum Quatschen, über die Verschwendungssucht der Amis, Umwelt- und Klimaprobleme und welche Vorzüge das Konkurrenzkonzept hat. Später auch noch wie die Krise nun ebenfalls in SF ankommt, denn hier stehen viele Wohnungen frei, und was hier so Apartements kosten.

Yadiyadiyah…steht bei John für unser Blablabla – ich werde es in meinem Leben nicht vergessen. Wir versprechen wiederzukommen – Sonntags hat er auch abends auf. Wir verabschieden uns und John lernt unsere verwirrenden Namen. Dann packt uns John zwei süße Stücke ein – für unterwegs. Mann, was für ein Mann!

Drive safely

Die Navi konnte erst partout keinen Satelliten finden, aber die 101 in Richtung Golden Gate Bridge finde ich nun beim dritten Besuch auch ohne Karte oder Navi.

Nun auf die Piste, alles ist ein bisschen vernebelt, auch die Golden Gate Bridge. Nach einer viertel Stunde melden sich meine beiden Kaffees (jajajaja…) und wir stellen fest, dass es auch jenseits der Autobahn nett sein kann – und tanken.

Die Küstenstraße ist ein Paradies für Motorradfahrer – hügelig, schnell und kurvig. Andreas kommt auch auf den Geschmack und gurkt und kurbelt fleißig. Ich habe die Kamera im Anschlag und mühe mich der vorbeirasenden Landschaft das eine oder andere Motiv abzutrotzen. Andreas kommentiert: „Hier gibt es jede Menge Gegend“ und er hat Recht.

Vier Fotos, die ich nicht gemacht habe:

  • Ein vier Meter langes gemaltes Holzplakat eines übergroßen Walfisches, das gerade als Auftragsarbeit für irgendein Museum, Café oder sonstiges Gebäude zum Trocknen aufgebockt in der Sonne steht
  • Ein Woodpecker mit seinem etwas albernen Häubchen, der frech auf der Straße sitzt und erst im letzten Moment abhebt
  • Zwei majestätische uralte Bäume, die mit langen Bärten da stehen, als würden sie seufzend den Fortgang der Welt beobachten und dabei die Meeresluft in ihre Nadeln einschaukeln
  • Acht überlebensgroße verrostete Dinosaurier einer Baumschule, wobei der T-Rex ein Schild um den Hals trägt auf dem steht „SMILE“

Bodegabodeagbodega

Dann kommt irgendwann Bodega Bay, ja, da wo sie „Die Vögel“ gedreht haben. Wir fahren allerdings nicht durch den Ortskern, sondern außen rum. Ein Vorort dazu ist die Geisterstadt Bodega-Dingsbums mit atemberaubendem Blick auf das Meer weiter unten.

Die Navi hatte sich beruhigt – nur habe ich wahrscheinlich das Zigaretten-Anzünder-Kabel entweder in Berlin vergessen – oder in den Untiefen des Koffers vergraben. Jedenfalls landeten wir in einer sehr merkwürdigen Siedlung – entweder hat jemand Häuser auf einem Golfplatz gebaut – oder der Golfplatz wurde in den Häuserlücken angelegt – wie auch immer. Ein Rundweg mit Bewachung am Eingang leitet von grauem Haus zu grauem Haus.

Die Amis beweisen hier mal wieder, dass nichts unmöglich ist, auch nicht in einem Golfplatz zu wohnen. Grau-grüne Häuser ducken sich wie Bungalows vor dem Wind und drücken sich in die leicht hügelige Landschaft, die mit wilden Buschgärten verziert werden. Dazwischen die Putting-Stellen des Golfplatzes. Hier ist das Sortiment der Verkehrsschilder um eine weitere Besonderheit ergänzt worden: Achtung! Kreuzende Caddies. Ich schätze die Glaser-Branche hat hier ein gutes Auskommen.

Golf

Golf

Wir legten danach an einer kleinen Hafen-Mall an, die spielend den Beweis erbrachte, dass man auch mit großer Mühe und viel Aufwand einen unsympathischen Ort kreieren kann. Da ich die berühmte Schule schon gesehen hatte – und da eben ein Haus steht, das man mit Mühe wiedererkennt, haben wir uns dann den Rest der kleinen Stadt geschenkt – bloß weg hier 🙂

Where I lay my head…

Eine halbe Stunde bevor wir in Mendocino ankommen sollen, gibt die NAVI ihren batteriebetriebenen Geist auf. Macht aber nix, es gibt hier eh nur eine Straße. Und dann sind wir da: eine kleine Holzhäuser-Fakestadt, wie wir sie im Musterhauspark in Frankfurt-Offenbach oder in der Westernecke im Heidepark Soltau nicht anders nachbilden würden. Ich bin begeistert-fassungslos wie puppig die Häuschen wirken und kann mich gar nicht wieder beruhigen.

Green House

Green House

Die hölzernen Wassertürme zwischendrin geben dem Ganzen den letzten überzeugenden Hinweis, dass hier möglicherweise nur gedreht wird. Nein, die Menschen machen hier nicht Urlaub in ihren Ferienhäusern, sie LEBEN hier. Sagenhaft. Dann halten wir Ausschau nach unserer Bleibe. Sie ist Blau-weiß und das Tor in eine andere Zeit. Als wir unser Zimmer betreten bemerken wir, dass wir vergessen haben uns umzuziehen – Andreas fehtl der Anzug, der Vatermörder und die Lackschuhe, ich suche vergebens meine Korsage, den „Cul de Paris“ (das ist der ausgestopfte, modische Hintern im Kleid) und die Hutnadeln.

Was für ein Haus! Das MacCallum House Inn ist ein Haus von 1882 (wobei ich nicht ganz sicher bin, ob es nicht doch nur die Hausnummer ist :)) Durch das frühe Buchen hält sich der Sachschaden in Grenzen – und der Preisabstand vom, nennen wir es vorsichtig „einfachen“, Motel zum diesem Haus ist auch nicht sooo groß.
Wie schon in Schottland bekamen wir ein Upgrade – das Glück verfolgt uns offenbar 🙂 Und so sitzen wir nun in einem schnuckligen Zimmer – allerdings direkt über einer Lüftung, die uns das Gefühl gibt, eine Schiffsreise gebucht zu haben. Bis jetzt ist es ok – wenn nicht wird halt gewechselt.

Aber ansonsten ist das Zimmer wie es sein soll: Holzmöbel, Paradekissen, Spitzenvorhang, gestickter Duschvorhang und altertümliche Lampen. Wir grinsen uns an und finden, dass wir es hier sieben Tage wohl aushalten werden.

Morgen werden wir von Zehenschuhen berichten – seid gespannt 🙂