ISS Live!

Absolut schön – der Blick aus der International Space Station!



Live streaming video by Ustream

re:publica14 – Into the body from Aimee-Sophie Hiltner, ‏@SophieHiltner

Auf dem #rehealth track auf @staged gab es um 10 Uhr Bewegung – zum Mitmachen.

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Aimee-Sophie Hiltner erklärte uns erst sehr anschaulich, dass unser Verhalten, unsere täglichen Bewegungen unseren Körper formen. Wenn wir also den ganzen Tag zusammengekauert am Rechner hocken, hat das Auswirkungen auf den gesamten Bewegungsapparat. Die gute Nachricht: man kann das wieder “wegbewegen”, wobei die Muskeln recht schnell drauf reagieren – die Knochen brauchen deutlich länger, sind aber eben doch anpassbar.

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Und dann endlich ein paar Übungen – und fast alle haben mitgemacht.

Ja, sogar als Aimee-Sophie fragte, ob noch mehr Inhalte oder mehr Übungen gewünscht werden, entschieden sich alle für Übungen :)

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Dann gab es noch die Superman-Haltung, die soll man vor Präsentationen etc. 2 Minuten lang machen, dann fühlt man(n) sich besser und der Testosteronspiegel steigt :)

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Danke für den schönen Vortrag, Aimee-Sophie – ich hoffe, die Präsentation und der erwähnte YouTubeLink finden zu mir :)

Porträts von Andreas

Nun auch mal hier der Link zu den Fotos von Andreas: http://500px.com/anaurath/sets/portraits

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Tanzen nach “5Rhythms”

Andreas Naurath 5 Rhythms
Da ich oft gefragt werde, was ich denn so tanze, möchte ich kurz 5 Rhythms bzw. 5 Rhythmen vorstellen.
Gabrielle Roth hat die Methode vor ca. 35 Jahren in den U.S.A. entwickelt. Ihre Philosophie hat sie in die 5 Rhythmen “gegossen”: Flowing, Staccato, Chaos, Lyrical und Stillness. Getanzt wer diese 5 Rhythmen in einer Session, die “Wave” genannt wird. Wer mehr zur Philosophie etc. wissen möchte wird hier mehr finden.
In Berlin haben wir eine sehr aktive 5 Rhythmen-Szene – man kann praktisch jeden Tag zu einer Veranstaltung gehen.
Unter www.5rhythmen-in-berlin.de stellen sich die 5 Rhythmen-Lehrerinnen und Lehrer vor. Ich rate dazu, sich die verschiedenen Lehrerinnen und Lehrer persönlich anzusehen – so findet ihr am Besten heraus, wer gut zu Euch passt und bei wessen Musik ihr so richtig abgeht :)
Die Termine findet ihr hier: 5 Rhythmen-Kalender-Berlin
Ich habe schon an mehreren Wochenende-Workshops teilgenommen und für mich ist es eine wirklich ideale Bewegungsform. Sich völlig frei zur Musik zu bewegen ist einfach wunderbar. Und dies mit 5 bis 50 Gleichgesinnten zu tun ist ein besonderer Spaß. Jeder hat die Möglichkeit sich in der Form auszudrücken, die für sie oder ihn gerade richtig ist.
Aber viel besser ist es, wenn ihr es einfach selbst ausprobiert – da kann ich hier schreiben und schreiben: es selbst zu erleben ist am Einfachsten und Besten.
Also – vielleicht sehen wir uns demnächst bei 5 Rhythmen in Berlin :)

Minus 50kg – Tendenz fallend

Zwischenstand am 22. Juli 2014: Minus 66,7kg…
Zwischenstand am 12. Mai 2014: Minus 62kg…

Ende Januar 2013 kam ich frustriert vom Arzt: Mein Blutdruck war recht hoch – das kannte ich bisher nicht, obwohl ich schwer übergewichtig war. Ich hatte mir im Jahr davor jede Menge Dokus und Websites angesehen, in denen es um Steinzeiternährung ging. Mir war klar: ich MUSS was tun!

Also noch mal nachsehen, wie es geht.

Erstes Grundprinzip: Alles was Jäger und Sammler gegessen haben ist gut – alles was Ackerbau & Viehzucht hervorgebracht haben NICHT.

Aber was heißt das?

  • Kein Brot
  • Keine Getreideprodukte
  • Keine Milch
  • Keine Milchprodukte
  • Keine Hülsenfrüchte
  • Keine vorproduzierten Produkte
  • Keinen Zucker
  • Keinen Alkohol
  • Keine Nudeln
  • Keine Kartoffeln
  • Keinen Reis
  • Keine Erdnüsse (weil es eigentlich Erbsen und keine Nüsse sind…)
  • Keine Margarine
  • Keine Pflanzenfette (fast)
  • Keine Sojaprodukte
  • Keine Maisprodukte

An dieser Stelle kommt oft die Frage: Was kannst Du dann noch essen?
Sehr viel:

  • Fleisch, am besten von Grasfressern
  • Fisch, am besten aus der Nordsee
  • Olivenöl, Kokosöl
  • Gemüse
  • Obst in Maßen (auf den Zucker achten)
  • nicht raffinierten und gemischten Honig
  • Eier, Eier, Eier :)
  • Schokolade ab 80% Kakao-Anteil aufwärts, ebenfalls in Maßen

Wer es ganz genau wissen will, dem empfehle ich urgeschmack.de, Felix Olschewski beschäftigt sich seit mindesten fünf Jahren mit der Thematik und hat ein umfangreiches Video-Blog, das in der Regel keine Frage offen lässt – wenn doch kann man ihn auch anmailen…

Zweites Grundprinzip: Ich esse nur, wenn ich Hunger habe!

Klingt banal, oder? Auf den ersten Blick vielleicht, bei genauerer Betrachtung sieht es aber schon recht anders aus!
Wann habe ich Hunger? Nun, wenn der Körper mir signalisiert, dass er Nährstoffe haben will – im besten Falle habe ich genau darauf Appetit, was ich an Inhaltsstoffen brauche.
Und einer der Knackpunkte ist: wenn man die Paleo-Lebensmittel zu sich nimmt, wird man richtig satt. Und das oft über lange Phasen des Tages hinweg.
Im Umkehrschluss heißt das aber auch: Ich esse extrem unregelmäßig! Wenn ich noch vom letzten Abend satt bin, esse ich nichts zum Frühstück! Ich gebe zu, gesellig ist das nicht gerade, aber ich bin der festen Überzeugung, dass dieses Verhalten ein entscheidender Punkt zum Erfolg ist.
Ich hatte in dem Jahr einige Situationen, in denen ich doch zu festen Zeiten aß, da ich mich in Gruppen befand und nicht den ganzen Betrieb stören wolle – und schon blieb das Gewicht konstant!
Und das Prinzip bedeutet auch: Ich esse, wenn ich Hunger habe. Ich lasse es nie zu großem Hunger kommen, damit ich dann nicht völlig ausgehungert Mengen zu mir nehme, die eigentlich viel zu groß sind.

Und wie sieht das nun ganz praktisch aus?

Zum Frühstück esse ich oft sechs Eier mit etwas Speck vom Bauern (ja, ja, vom Schwein des Bauern:)) Alternativ auch mal Fisch oder Toos-Brot, was das ist könnt ihr hier nachlesen: http://blog.naurath.de/toos-brot/
Und es gilt: möglichst viel Abwechslung. Das ist nicht nur interessanter, sondern auch gut für eine ausgewogene Ernährung.
Bei mir kommt noch dazu, dass ich es sehr genieße, mir meine Speisen selbst zu braten oder zu backen. Ich hätte nicht gedacht, was das für eine große Bedeutung haben kann! Ich find’s toll!

Das Gewicht kontrollieren – oder nicht?

Kommt extrem drauf an, was für ein Typ Du bist. Für mich ist es eine Riesenfreude, wenn ich mich mit Leuten verabreden kann und dann sagen kann: “Ach ja, wir haben uns zuletzt vor 10kg gesehen”. Außerdem hilft es mir, mein Verhalten zu beobachten und zu sehen, wann der Köper abnimmt, und wann nicht. Hier solltest du aber vorsichtig sein und nicht voreilige Schlüsse ziehen – es kann so viele Gründe geben, warum die Gewichtsreduktion mal zum Stillstand kommt. Also Geduld mit sich haben und nichts mit der Brechstange erzwingen wollen.
Ich habe auch festgestellt, dass es öfter zum Stillstand des Gewichtes kommt, weil der Körper offenbar sagt: nun ist es mal gut – habe gerade heute gelernt, dass man das “Set-Point-Theorie” nennt (http://de.wikipedia.org/wiki/Set-Point-Theorie) Wobei ich denke, es gibt nicht EINEN Set-Point, sondern mehrere.
Menschen, die sich den Wecker 10min vor- oder nachstellen, um morgens mehr Zeit zu haben, sollten das Gewicht erstmal nicht kontrollieren. Es gibt ja auch andere Indikatoren – z.B. der Bauchumfang – tägliche Messung halte ich für unnötig, aber alle 2 Wochen kann schon was zu merken sein.

Was passiert mit mir?

Die Effekte sind mannigfaltig. Das Körpergefühl wurde sehr schnell angenehmer. Auch wenn erst wenige Kilos purzelten, so war doch eine allgemeine Straffung und Festigkeit spürbar. Und dann die Power. Nicht ohne Grund schwören einige Ausdauersportler auf Paleo – ich kann gut verstehen warum.
Zu Beginn konnte ich nur schwimmen, weil ich für andere Sportarten einfach zu schwer war. Aber dennoch schaffte ich aus dem Stand und ohne Kondition 40 Bahnen à 25m und direkt danach 60 bzw. 80 Bahnen. Nach neun Monaten konnte ich dann mit dem Tanzen anfangen – oder besser ich musste! Diese Ernährung gibt mir so viel Energie, dass sie einfach abgearbeitet werden muss. Natürlich hilft das auch wieder beim Abnehmen. Das Tanzen halte ich für besonders gut, da es dabei viele Tempo- und Intensitätswechsel gibt – wie beim Jagen und Flüchten z.B.
Und der Geschmack ändert sich. Ich würze recht wenig bis gar nicht – mein Geschmack ist viel differenzierter geworden.
Außerdem stelle ich fest, das ich immer mehr auch vom Nuss-Brot wegkomme und immer mehr Kaffee weglasse. Das passiert ganz von allein.

Und was trinke ich?

Wasser, Wasser und Wasser. Ich trinke es aus der Leitung. Wasser ist ein Thema für sich – es völlig überteuert, in mit Phthalaten verseuchten, Plastikflaschen nach Hause zu schleppen, halte ich für kompletten Unsinn.
Ferner Kräutertees – am liebsten aus Omas Garten frisch gepflückt.
Kaffee und Direktsäfte erlaube ich mir auch ab und zu, mehr Kaffee als Säfte. Die enthalten zwar keinen Extrazucker, aber dennoch eben Zucker – also in Maßen, wenn es denn mal sein muss.
Keinen Alkohol – der fehlt mir ganz und gar nicht – ein Glück. Und ich habe das Gefühl, der Körper sorgt schon für sich selbst und schießt bei Bedarf die Endorphine und sonstige Hormone in die Blutbahn.

Genug Schlaf

Ich achte auf genug Schlaf – 7,5 bis 8 Stunden sollten es schon sein.

Und nun?

Ich werde weiter nach der Paleo-Diet leben – auch wenn ich mein Zielgewicht erreicht habe. in 346 Tagen habe ich 50kg abgenommen – wenn es bei dem Tempo bleibt, könnte ich im Mai am Ziel sein. Aber nicht vergessen: der Körper ist kein Automat – mal sehen wo die Reise hingeht.

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Endorphine Injection

Hier mal meine Playlist, an der ich immer wieder herum schraube. Stilmäßig verbindet die Songs wenig, aber Sie bringen mir ganz persönlich jede Menge POWER :)

 

ALT-J & Katzenjammer

Grandiose Musik

Vor ein paar Tagen fragte ich in Facebook nach kontemporärer, tanzbarer Musik.

Das Ergebnis war wundervoll – ich habe mindestens zehn neue Interpreten entdeckt.

Zwei Bands hatten allerdings einen absoluten MASSIVE IMPACT. Völlig unterschiedlich im Stil – aber voll Power!

ALT-J und Katzenjammer

Das Zeichen für Veränderung ∆ – auf der englischen Mac-Tastatur ALT – J – hat sich die englische Band als Namen gegeben. Mir sehr sympathisch, da Veränderung für mich das Lebendigste ist was es gibt und gerade wieder sehr Willkommen in meinem Leben ist. Der Name unserer Cavaroo-Website bedeutet ja auch “Ich will mich verändern”

Die Version von Breezeblocks in einem Remix von Tom Vek hat es mir besonders angetan – reinhören und drauf abfahren :) Tom Vek ist auch sehr interessant!

Katzenjammer

Diese Damen aus Norwegen haben mich mit Ihrer Power sofort weggeblasen. Alle vier wechseln ständig alle Instrumente – einfach fantastisch. Total ansteckend. Bei YouTube gibt es das ganze Konzert vollständig und in HD – ein großartiger Auftritt.

 

Fotos für’s Blog, Facebook oder Twitter etc.

Wenn Ihr Fotos auf Eurem Blog oder auch bei Facebook oder twitter veröffentlichen wollt, die Ihr nicht selbst erstellt habt, gibt es kostenlose bzw. kostengünstige Möglichkeiten das auch zu tun ohne die Urheberrechte bzw. Nutzungsrechte der Fotografin / des Fotografen zu verletzen.

Mir gefallen besonders drei Sites – es gibt garantiert noch jede Menge mehr:

500px

Im Oktober 2009 in Toronto gegründet, ist es dazu gedacht, anspruchsvolle Fotografen miteinander zu vernetzen.

Außerdem bietet 500px eben die Möglichkeit, Fotos unter der Creative Commons Lizenz anzubieten und eben auch herunterzuladen.

Afterglow

flickr

2004 gegründet und 2005 von Yahoo gekauft ist flickr eine sehr beliebte Plattform, um Fotos “nur” gegen Namensnennung z.B. ansonsten kostenfrei für den eigenen Web-Auftritt nutzen zu dürfen. Auf jeden Fall gibt es hier sehr viele Fotos – auch welche von mir :) http://www.flickr.com/photos/anaurath/

Stock.XCHNG

Unter http://www.sxc.hu findet man ebenfalls sehr viele Fotos. Aber aufpassen, zum Teil sind Bilder doch kostenpflichtig! Der Dienst lebt davon, dass er kostenfreie und kostenpflichtigen Content mischt. Habe schon einige schöne Bilder dort entdeckt…

Afterglow

Toos-Brot

Von unserer holländischen Freundin Toos, haben wir folgendes Nussbrot-Rezept, das auch als Paleobrot durchgehen sollte, wenn man Mandeln und Haselnüsse als Paleo einstuft (habe ich so und so gefunden…)

Toosbrot

Toos(t)brot

6 Eier
2oo g Haselnussmehl (gemahlene Haselnüsse)
2oo g Mandelmehl (gemahlene Mandelnüsse)
oder einen Teil durch Kastanienmehl ersetzen
etwas Salz

Extras
Nach Lust & Laune ca.
Menge von etwa 200- 300 gr, sodass die Kastenform gut gefüllt ist
Cranberries
Pflaumen
Datteln
Aprikosen
Feigen
Walnüsse/andere Nüsse
Kokosraspel

Etwas Vanille aus der Schote, Rosenwasser oder Gewürze wie Zimt geben dem Brot eine andere Richtung

Besonders lecker:
Getrocknete Pflaumen, Walnüsse, Pecannüsse

Getrocknete Aprikosen, Macadamia, Kokosraspel

Getrocknete Datteln, Cranberries

Datteln, Feigen, Rosenwasser

Für herzhafte Variante
Karottenraspel, Saaten (Sonnenblumen, Hanf, Leinsamen…)
Getrocknete Tomaten, Zwiebeln, Kräuter, Knoblauch, Oregano…

Besonders lecker:
Karotten, etwas Muskat, Pfeffer

Zubereitung
Am besten Eier trennen und Eiweiße mit dem Salz fest zu Schaum aufschlagen.
Dann Eigelbe und Nussmehl hinzufügen.
Alles gut vermengen – nicht zu wüst rühren
Extras hinzugeben

Eine Kastenform mit Backpapier auskleiden, sodass genügend Papier bleibt um die Ränder zuzufalten

Ca. 175°
35 Minuten abgedeckt
35 Minuten unabgedeckt (entfalten)

Gutes Gelingen! ☺

Und hier das ganze noch mal als PDF
Toosbrot-Rezept

America goes green, ade San Francisco und wie übersteht man sein Heimweh nach der Ferne, bevor man abgereist ist?

Aua, aua, bald ist unsere USA-Magie vorbei, die letzten 48 Stunden laufen. Was macht man in so einer Zeit? Action? Romantik? Heulen? Von allem ein bisschen, wie bei einem guten Eis.

Wie Versprochen stellen wir uns um 11 Uhr bei John ein, aber es stehen schon Wartende auf der Straße (remember: wait to be seated!). Ich gehe rein und lasse John wissen, dass wir um 13 Uhr wieder kommen werden und wir wandern wieder zur Union St. Der Franzose hat es uns angetan und ein üppigs, schweineleckeres Frühstück erwartet uns. Die Früchte! OMG (steht für Oh My God). Wer hier je eine Avocado gekostet hat, findet alles, was wir in D-Land bekommen fad. Ich bedaure jeden Kalifornier, der (lukullisch gesehen) in D-Land leben muss. Als hätte man einem die Zunge rausgeschnitten. Nie habe ich etwas für Honigmelonen übrig gehabt. Das, was hier auf meinem Müsli sitzt, wird mir das Leben in Europa erschweren.

Braune Servietten, grüner Waschservice, Emissionsfreier Bus, man gibt sich alle Mühe. Dennoch in SF gibt es einen blinden Fleck: den Heizpilz. Nach dem Motto „Heizen für die Welt“ ist es bei dem frischen Wind eine Wohltat darunter seinen Kaffee zu schlürfen. Ökologisch nicht korrekt, aber gemütlich. Genau so machen wir es, als wir John um eins besuchen. PB leitet uns aufs Patio. Oops, das war uns neu! Im Hinterhof ein 5 Tische Platz mit dem gemeinen Gartenzeltling, um Schatten zu schaffen. John wieder busy, aaaber glücklich. Er versorgt uns mit Kaffee, wir gestehen, wir hätten gefrühstückt, aber er fordert uns auf hier zu sitzen und die Aussicht zu genießen. Wir bloggen und schicken euch Texte. Nachdem die letzten Gäste gegangen sind, können wir noch ein wenig philosophieren. Auch hier unmöglich alles zu erzählen, aber in a nutshell: egal woher wir kommen und was mir machen: wenn es von Herzen kommt, sind wir alle gleich. Was für ein Abschluß!

Packen im Motel – puh, alles passt rein. Gute Nachricht. So was nun? Erst Salat oder Picknick am Hafen? Hach noch zu Ende bloggn. Gesagt, getan. Dann noch den Salat mit der zum vorerst letzten leckereren Avocado des Lebens.

Es windet. Also dicke Jacke an. Hafenspaziergang & Tschüss Skyline. Die Golden Gate Bridge verhüllt sich im Nebel, um keine Abschiedstränen zu zeigen. Dramatische Himmelsbilder – Shakespeare für die Augen.

Zurück zum Hotel? – nein. In den Bus, um noch ein Bier in Chestnut zu trinken.

Im Grove, das uns Monika aus Berkeley vor zwei Jahren gezeigt hat, noch einen Absacker nehmen. Wir philosophieren über das, was wir gelernt haben auf dieser Reise und uns erfasst uns etwas Eigenartiges. Wie in Worte fassen? Unmöglich! Die entzückende Bedienung bringt uns einen aufgewärmten Cookie (wie vor zwei Jahren/ Schauer), weil wir so süß sind. Sie ist berührt, dass das unser letzer Abend ist und sagt, wir sollen hierbleiben, wir würden hierher gehören. Das ist nun das dritte Mal, dass wir das hören. Puh…. Im Hintergrund fährt ein Skateboardfahrer seinen Doggie Gassi. Mann, was für eine Stadt. Noch ein Püramid oder Pairamid? Unsere Klugscheisser überlegen, wie es ausgesprochen wird. Egal.

Ich entsorge auf dem Rückweg mein Kleingeld bei einem Homeless. Im Hintergrund schlurft jemand, der mit perfekter Frisur und einem Päckchen unterm Arm seine ersten drei Wochen als Obdachloser erlebt. Er versucht noch elegant dabei auszusehen. Harte Kontraste, und damit meine ich nicht nur die Lichtverhältnisse. Wir machen uns auf den Rückweg. Hangeln uns von Busstation zu Busstation, weil noch 15 Minuten bleiben. Im Bus ( so sagt das Schild) werden Passagiere unter 18 Jahren mit Spraydosen und Eddings im Gepäck bestraft, übrigens steht auf einem anderen Schild, dass „your photographs & voice may be recorded“ – würde sagen, Facebook ist ein *** dagegen. Gleich „zu Hause“ Oops, nun habe ich es doch gesagt.

Nun ist Andreas auf der Jagd nach dem letzten Sixpack Rolling Rock, weil wir uns noch nicht mit schlafen beschäftigen wollen. Scheisse, sind wir in diese Stadt verknallt. Es kämpfen alle Selbste um Aufmerksamkeit: der Romantier, der Abschiede hasst, der Abenteurer, der hier ein neues Leben starten will,  der Trotzige, der am liebsten den Flug verpassen würde, der Vernünftige, der weiß, dass die Regeln befolgt werden müssen….

Keine Sorge wir kommen zurück, aber diese Reise wird Konsequenzen haben. Drei Lieder im Kopf – „Mendocino“, „Straßen von San Francisco“ und „All the leaves are brown….“ Mit einer Träne im Knopfloch: bye bye…und das Nebelhorn vom Hafen heult mit uns um die Wette.